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FRIEDRICH  WILHELM  ZUR  MORGENRÖTE


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FREIMAUREREI -
DIE IDEE EINER WELTUMSPANNENDEN
ÜBERZEUGUNG

INFORMATIONEN FÜR SUCHENDE UND INTERESSIERTE

Entnommen mit freundlicher Genehmigung des Autors.
GROSSE LANDESLOGE DER FREIMAURER VON DEUTSCHLAND
Peter Lenne Str. 1-3 | 14195 Berlin
© Berlin 2005 nach einer Ausarbeitung von Bruder Jürgen Schneidewind

 

Preußen und die
Freimaurer

 von Br. Eberhard Schmidt-Marmagen † 

(Johannisloge Victor zum goldenen Hammer in Berlin)

Vortrag bei einem Empfang der "Casino-Gesellschaft",
leicht gekürzt.

(Klicken Sie hier)

 

 

FREIMAUREREI -
DIE IDEE EINER WELTUMSPANNENDEN
ÜBERZEUGUNG


INHALT

Lieber Leser
Die große Landesloge
Die schwedische Lehrart, das schwedische System

Ein Orden
Freimaurer in Deutschland
Geschichtlicher Überblick
Freimaurerei und Öffentlichkeit
Verschwiegenheit = Geheimniskrämerei?
Mensch und Freimaurerei
Konflikte
Das tägliche Handeln
Der Brudername
Die Organisation
Der Suchende
Gästeabend
Der Bürge
Die Aufnahme
Freimaurerei und Gott: keine Dogmen!
Freimaurerei ist eine Lebenseinstellung
Ein Symbol kann mehr als tausend Worte sagen
Ein Abend "In einer anderen Welt"
Viele kommen - ohne Anwesenheitspflicht
Keine Mitgliedschaft im traditionellen Sinne
Das ist Freimaurerei
Die Johannisloge "Friedrich Wilhelm zur Morgenröte"
Kontakt
 

LIEBER LESER                                                                                                                                                                                          (nach oben)

Versuchen Sie einmal einem Blinden die Farben zu erklären.

Genau vor dieser Schwierigkeit stehen wir, wenn wir Ihnen mit Worten das näher bringen wollen, was für uns Brüder die „Faszination Freimaurerei" ausmacht. Fragen Sie zwei von uns, werden Sie sicherlich vier Antworten bekommen.

Oft geantwortet wird jedoch, dass das Erleben einer herzlichen Gemeinschaft, scheinbar unterschiedlichster Menschen, faszinierend ist. Bei Erstellung dieser Seite war der jüngste Bruder unserer Loge 31, der älteste 79 Jahr alt. Unter uns finden Sie Handwerker, Beamte, Kaufleute, Anwälte, Apotheker und Unternehmer.

Die Brüder unterschiedlichster Erfahrungswelten wären sich wohl ohne die Freimaurerei nie begegnet oder miteinander ins Gespräch gekommen. Durch das gemeinsame Erleben der Freimaurerei haben sie zueinander gefunden. Verständnis füreinander entwickelt, Freundschaften geschlossen - über alle Grenzen hinweg!

Das ist uns mehr wert, als Geld und Statussymbole. Sich selbst und anderes zu überwinden ist mit Sicherheit eines der größten Erfolgserlebnisse.

Die beschriebene Gemeinschaft finden Brüder jedoch nicht nur in ihrer Loge. Sie sind durch die Idee einer weltumspannenden Gemeinschaft auch auf der ganzen Welt zu Hause. Freimaurerei öffnet Horizonte, lehrt Toleranz und Kompromissfähigkeit, kann Sie sogar zu einem zufriedeneren Menschen machen. Aber, wie gesagt, das ist nur eine von vielen Meinungen. Fragen Sie uns am besten selbst. Wir geben gerne Auskunft.

Im Gespräch werden Sie merken: Die „Faszination Freimaurerei" beruht auf persönlichem Erleben - dieser Text kann allenfalls allgemeine Fragen beantworten.

In diesem Sinne freuen wir uns jederzeit auf Ihren Besuch bei einem unserer Gästeabende. Infos und Termine finden Sie im Internet unter www.friedrich-wilhelm-zur-morgenroete.de.

 

 • DIE GROSSE LANDESLOGE                                                         (nach oben)

Die Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland - Freimaurerorden - genannt, arbeitet im Verband der Vereinigten Großlogen von Deutschland nach dem Schwedischen System. Nach dieser Lehrart richten sich auch die Großlogen in Dänemark, Island, Norwegen und Schweden.

DIE SCHWEDISCHE LEHRART, DAS SCHWEDISCHE SYSTEM       (nach oben)

Die Besonderheit des Schwedischen Systems ist die Verankerung in der Lehre Christi. In 10 Erkenntnisstufen wird dem Bruder das System näher gebracht, erklärt und erläutert. Nach den drei Johannisgraden baut sich eine mittlere Abteilung auf, die so genannte Andreasloge mit ebenfalls drei Graden, dann folgt das Kapitel mit den vier Kapitelgraden.
Die Lehrart erzieht die Mitglieder zu innerlich freien Menschen. Die Rituale sind mit symbolischen Darstellungen durchsetzt. Christus wird als „unsichtbarer Obermeister" angesehen, der die gesamte Ritterbruderschaft in ihrer „Gotteskindschaft" vereinigt. Das System gründet sich auf die reine Lehre Jesu, wie sie in den Evangelien dargeboten wird, so dass die Bibel, die diese Bücher enthält, nicht bloßes Symbol der Religion, sondern in Wirklichkeit „das größte aller freimaurerischen Lichter" ist.

EIN ORDEN                                                                                 (nach oben)

Die Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland verpflichtet ihre Mitglieder durch ein feierliches, für alle Zeiten geleistetes Gelübde, ihr Leben nach bestimmten Regeln einzurichten. Die Ordenslehre betont den Charakter eines christlichen Ritterordens, geschlossen zur Ehre Gottes, zur eigenen Veredelung, zur Veredelung der Brüder, zur Förderung der allgemeinen Liebe und zur Erhöhung der Würde und des Wohles der Menschheit.
In einen Orden tritt man ein und bleibt normalerweise sein ganzes Leben lang dabei. Die Lehre der Freimaurerei ist komplex, man kann sie nicht mit einigen wenigen Besuchen erfahren und begreifen. Der Bruder wird Schritt für Schritt durch Erlebnis und Unterweisung in die Königliche Kunst eingeführt. Das ist ein Grund, warum die Freimaurerei in verschiedenen Erkenntnisstufen (Grade) aufgeteilt ist.
Der Deutsche Freimaurerorden hat, wie bereits erwähnt, 10 Grade. Anders ausgedrückt bedeutet es, dass die Freimaurerei ein Entwicklungs- und Erkenntnisprozess mit 10 Stufen ist. Vor jeder neuen Erkenntnisstufe steht eine Prüfung, ob die bisher vermittelten Kenntnisse aufgenommen und verstanden wurden. Es ist wichtig, dass der Bruder sich in seinem Grad sicher fühlt, bevor er neue Erkenntnisse anstrebt.

FREIMAURER IN DEUTSCHLAND                                                   (nach oben)

Der Dachverband der deutschen Freimaurerei sind die Vereinigten Großlogen in Deutschland (VGL). In ihr haben sich die fünf in Deutschland arbeitenden Großlogen zusammengeschlossen. Diese bestehen aus

  • Die Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland, auch Freimaurerorden genannt (GLLFvD)

  • Die Große Nationale Mutterloge zu den drei Weltkugeln

  • American Canadian Grand Lodge (A.F. & A.M.)

  • Die Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (A.F.u.A.M.)

  • The Grand Lodge of British Freemasons in Germany

In diesen Logen haben sich Menschen zusammen­geschlossen, die aufgrund ihrer gemeinsamen Interessen und Ansichten sich verbunden haben, um das zu pflegen, was sie als wichtig und wertvoll empfinden. So war es früher und wird es auch in Zukunft in noch größerem Ausmaß sein. Die zum Teil fehlende Perspektive in Bezug auf innere Werte im profanen Leben, wird Interessierte vermehrt zur Freimaurerei führen. In ihr schließen sich Männer zusammen, die Gemeinsamkeiten in verschiedenen Anschauungen haben und ein gleiches Ziel anstreben.

GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK                                                    (nach oben)

Die Wurzeln der Freimaurerei gehen zurück bis ins Mittelalter. Sie entstand aus der Zunft der Dombaumeister, die durch die Lande reisten und dort eine große Anzahl von imponierenden Dombauten und Kathedralen errichteten. Da es sich hierbei um herumreisende Steinmetze, bzw. Bauleute handelte, konnten sie sich nicht in einer ortsansässigen Handwerksinnung organisieren. Daher gründeten sie ihre eigene „Innung", deren Sitz die Bauhütte (Loge) war. Dieser Innung gehörten die Baumeister ihr ganzes Leben an, es wurden Lehrlinge aufgenommen, aus diesen Lehrlingen wurden dann Gesellen und später Meister

Die Bauleute dieser Zunft waren „freizügig", konnten also frei durch die Lande ziehen und ihren Arbeitsplatz selbst wählen. Dabei unterlagen sie in den Bauhütten einer eigenen Rechtsprechung.

Um nun den Grad der beruflichen Fähigkeiten am Bau in allen Bauhütten gleich prüfen zu können, gab es besondere geheime Erkennungszeichen der Lehrlinge, Gesellen und Meister, die auch heute noch in der Freimaurerei Gültigkeit haben.

In diesen Dombauhütten arbeiteten Architekten und Handwerker zusammen mit dem Klerus. Dadurch erhielten die Symbole, rituellen Handlungen und Zeremonien eine feierliche Prägung. Auf der Baustelle arbeiteten die Menschen an der Errichtung einer Kathedrale oder eines Doms für die Durchführung des Gottesdienstes. In ihren Bauhütten arbeiteten sie symbolisch an der Errichtung des „inneren Tempels" zur Ehre Gottes und der Menschen.

So wurde der konkrete Bau auch mit dem Aufbau des Inneren des Menschen verglichen. „Lasst uns vorstellen, es soll eine Kirche gebaut werden und es wird gewünscht, dass diese aus Natursteinen gebaut werde. Dann muss doch zuerst der Stein bearbeitet werden, damit er in das Bauwerk passt. Kanten und Unregelmäßigkeiten müssen bearbeitet werden. Man benutzt einen Winkel, um zu prüfen, ob der Stein rechtwinkelig ist. Man kann eine Wasserwaage benutzen, um zu prüfen, ob der Boden, auf dem gebaut werden soll, auch waagerecht ist. Man kann ein Lot benutzen, um zu prüfen, ob der Bau auch senkrecht ist. Man benötigt ein Reißbrett, um die Grundrisse und andere Details des Baus zu zeichnen. Für alle denkbaren Arbeiten benötigt man Werkzeuge, wie zum Beispiel Hammer, Kelle, Zirkel, Winkel usw. Und diese Werkzeuge müssen dann auch umsichtig und intensiv benutzt werden. Wenn die Arbeit erfolgreich sein soll, dann müssen die Vernunft, das Wissen und auch das Gewissen miteinbezogen werden." 

Aber genauso wie diese Werkzeuge handwerklich betrachtet werden, kann man sie auch sinnbildlich verwenden. Der Tempel, den wir erbauen wollen, ist der Tempel des Herzens. Die symbolisch eingesetzten geistigen Werkzeuge hat man als Mensch, man muss sie nur richtig benutzen. Hierbei gewinnt man häufig eine neue, andere Einstellung zum Leben und eine klarere Sicht der Dinge. Die Suche nach Werten ist gerade in unserer vorwiegend materialistisch ausgerichteten Welt von großer Bedeutung.

Die erste Großloge wurde 1717 in London durch die Zusammenlegung von vier kleineren Logen gegründet. Von England breitete sich diese Bewegung dann auch sehr schnell auf das Festland aus. Schon 1737 wurde die erste Freimaurerloge „Absalom zu den drei Nessel" in Hamburg gegründet. Auch die Tatsache, dass viele Landesfürsten und ein großer Anteil des Adels dem Orden beitraten, führte zu einer raschen Ausbreitung auch in Deutschland.

Gerade der Teil des Volkes, dem der Schutz seiner Untertanen anvertraut war, sah in den Idealen des Freimaurerordens eine große Stütze in der Erfüllung seiner Pflichten. So entstanden in Deutschland verschiedene Großlogen. 1740 die „Große Nationale Mutterloge zu den drei Weltkugeln", 1770 die „Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland" - Freimaurerorden genannt -und 1798 die Großloge „Royal Yorck zur Freundschaft".

Seit 1872 ging es dann darum, diese Großlogen miteinander zu vereinigen, was schließlich mit der Gründung des Großlogenbundes gelang. Aber erst 1958 wurde dieses Einigungswerk durch die Gründung der „Vereinigten Großlogen, Bruderschaft der deutschen Freimaurer", abgeschlossen. 

FREIMAUREREI UND ÖFFENTLICHKEIT                                    (nach oben)

Noch bis vor wenigen Jahren war es still um die Freimaurerei. Es wurde nicht über SIE geredet. Viele Brüder hielten ihre Mitgliedschaft geheim. Jeder, der sich für die Freimaurerei interessierte, musste mühsam nach Unterlagen suchen. Aus diesem Grunde wurde die Freimaurerei häufig mit Geheimniskrämerei in Verbindung gebracht. Auch erzählte man dubiose Geschichten über sie.

Heute sieht es anders aus. Sowohl der Orden, als auch die Brüder sind jederzeit bereit, über die Ideen und Ziele der Freimaurerei zu informieren. Jeder hat die Möglichkeit, sich z. B. über das Internet über die Grundzüge zu informieren.

In den einzelnen Logen finden regelmäßig Informations­abende statt, bei denen sich jeder Interessierte umfassend informieren kann. Dieses kann in großer Runde oder in Einzelgesprächen mit Brüdern stattfinden. Auch die Lebenspartnerin sollte in diese Informationsgespräche mit eingebunden werden. Sie sollte mit der Aufnahme des Partners einverstanden sein und möglichst auch die freimaurischen Ideen mit tragen wollen.

VERSCHWIEGENHEIT = GEHEIMNISKRÄMEREI?                           (nach oben)

Wenn auch heute noch teilweise den Freimaurern Geheimniskrämerei vorgeworfen wird, so beruht es darauf, dass die Rituale, d.h. die Art und Weise, wie eine Logenarbeit abläuft, geheim gehalten wird. Dies hat aber nichts mit Geheimniskrämerei zu tun, sondern ist lediglich eine Verschwiegenheit Nichtfreimaurern gegenüber. Der Grund dafür liegt darin, dass das „freimaurische Geheimnis" auf Erlebnissen beruht, Erlebnisse, die von unzähligen Eindrücken, Nuancen, Reaktionen und Hinweisen geprägt sind. Diese sind von Person zu Person verschieden, beruhen aber immer auf selbst Erlebtem.

Daher kann dieses Erlebnis nicht durch reine Worte ersetzt werden, sie würden sogar das Erleben stören oder von vornherein in eine bestimmte Richtung lenken. Damit würde aber jedem, der in die Loge aufgenommen (oder in einen höheren Grad befördert) wird, eine ganz entscheidende Sache vorweg genommen, nämlich das eigene Erleben. Dies ist eine Erfahrung, die auch über das ganze Leben andauert und immer wieder neue Eindrücke freisetzt. Auch die Symbolik in ihrer Vielfalt ist ein ganz besonderes Erlebnis und führt erst durch das Erleben zur persönlichen Deutung, zum Auseinandersetzen des Erlebten in Verbindung mit der eigenen Person. Fazit: Geheimniskrämerei ist eine negative Handlung, Verschwiegenheit eine Tugend.

MENSCH UND FREIMAUREREI                                                      (nach oben)

Das eigentliche Objekt der Freimaurerei ist der einzelne Mensch, der durch permanente Aufklärung in einer brüderlichen Gemeinschaft dazu befähigt werden soll, sich und seine Mitmenschen, ungeachtet aller Gegensätze, als ein wertvolles Ganzes zu identifizieren. Freimaurerei ist das stete Bemühen, sich sittlich zu vervollkommnen und verweist unter anderem auf Freiheit, Toleranz und Brüderlichkeit. Dieses Bemühen gilt es ständig neu zu definieren und aus eigenem Entschluss im täglichen Leben zu praktizieren.

KONFLIKTE                                                                                   (nach oben)

Freimaurerei setzt voraus, dass Konflikte zwischen Menschen und Menschengruppen unvermeidlich sind, zeigt aber zugleich die Grenzen auf, in denen die Konflikte ausgetragen werden können, ohne dem Ganzen zu schaden. Jeder Freimaurer muss seine persönlichen religiösen und politischen Überzeugungen vor der Logentür zurücklassen. Auf diese Weise hat es der Mensch in der Freimaurerloge mit nichts anderem, als nur mit seinem Mitmenschen zu tun. Vom Mitmenschen fallen im Bruderkreis alle die Dinge ab, die im profanen Leben oftmals zuviel Gültigkeit besitzen, nämlich Rang, Stellung, Besitz und Auszeichnungen. Allein die Lebenshaltung ist entscheidend. Nicht, was einer tut, zeichnet ihn aus, sondern wie er es tut.

DAS TÄGLICHE HANDELN                                                           (nach oben)

Das geschärfte Vermögen, zwischen Menschen und Sache zu unterscheiden, und die rational wie emotional geförderte Einsicht, dass im Zweifelsfalle erst der Mensch und dann die Sache kommen müsse, werden den Freimaurer auch im täglichen Leben entsprechend handeln lassen. Er weicht Konflikten nicht aus, sondern trägt sie angemessen aus, auf die Sache konzentriert, ohne den Menschen in seiner Integrität verletzen zu wollen. Wer gelernt hat, den Mitmenschen zu achten und selbst konträrste Ansichten teilnehmend anzuhören, der wird auch außerhalb der Loge sein Reden und Handeln an diesen Regeln und an dieser Gesinnung ausrichten.

Zum Zeichen der innigen Verbundenheit nennen die Freimaurer einander Brüder. Der größte Vorwurf ist der des unbrüderlichen Verhaltens. Der Brudername ist der allgemeinste und zugleich höchste Ehrentitel in unserem Bund, er betont den Gleichheits- und Freiheitscharakter. Die Freiheit des Freimaurers basiert auf Erkenntnis und Wissen. Daher lehnt er jeden Dogmenzwang ab und findet den Begriff seiner Freiheit eingeschlossen in den Worten von der Glaubensfreiheit und Gewissensfreiheit, die er für sich beansprucht und die er anderen gegenüber nach dem Grundgesetz der Toleranzidee zu üben verpflichtet ist. Wer seine Schranken kennt, der ist der Freie.

DER BRUDERNAME                                                                  (nach oben)

Die Idee der Freimaurerei ist international. Sie geht davon aus, dass der Brudergedanke auf Menschen unterschiedlicher Hautfarbe, Religion und Nation zu übertragen wäre und bildet in diesem Sinne eine Weltbruderkette. In der ganzen Welt gibt es mehr als sechs Millionen Freimaurer, die mit brüderlicher Liebe und Engagement an sich selbst und an der brüderlichen, freiheitlichen und völkerverbindenden Idee der Freimaurerei arbeiten.

DIE ORGANISATION                                                                  (nach oben)

Die Freimaurerlogen sind in Organisation und Arbeit demokratisch. Alles was eine Loge tut, wird von der Gemeinschaft der Brüder getragen. Alle Mitglieder einer Loge sind gleich und frei, es gibt Abstimmungen, Mehrheitsentscheidungen und Wahlen. Dieses demokratische Selbstverständnis wirkt nach außen und daher ist folgerichtig die Freimaurerei in Diktaturen und totalitären Staaten verboten. Listet man die Länder auf, wo Freimaurerei verboten und erlaubt ist, erhält man als Resultat ein Spiegelbild der großen politischen und gesellschaftlichen Machtstrukturen unserer Zeit. 

DER SUCHENDE                                                                         (nach oben)

Freimaurer bezeichnen diejenigen, die sich ihnen anzuschließen wünschen, als "Suchende", das heißt, dass die Betreffenden für sich und ihr Leben mehr suchen, als das bisherige Leben zu bieten vermochte.

GÄSTEABEND                                                                             (nach oben)

Hat ein erster Kontakt stattgefunden, wird die betreffende Loge zu einem unverbindlichen Gästeabend einladen, oder zu einer privaten Begegnung. Diese erste Begegnung wird im Rahmen eines Gespräches verlaufen, in dem die Partner einander kennen lernen. Der Interessierte kann darum bitten, mehrmals zu einem solchen Gespräch oder Gästeabend eingeladen zu werden. Hat er sich alles ganz anders vorgestellt und will daher von einer Mitgliedschaft absehen, dann teilt er dieses der Loge mit. Er wird dann künftig nicht mehr eingeladen.

DER BÜRGE                                                                            (nach oben)

Will man in eine Loge aufgenommen werden, so benötigt man aus dem Bruderkreise einen „Bürgen". Der Bürge wird sich um die Formalitäten des Aufnahmegesuchs kümmern. Der künftige Freimaurer hat Gelegenheit, seinen Bürgen über all das zu befragen, was ihm unklar ist. Nur über den rituellen Ablauf der Aufnahmehandlung wird der Bürge keine Auskunft geben, denn diese ist so eindrucksvoll, dass es nicht gut, ja, schade wäre, etwas vorwegzunehmen.

DIE AUFNAHME                                                                      (nach oben)

Die feierliche Aufnahme hinterlässt bei jedem, der sie einmal erlebt hat, einen bleibenden unauslöschlichen Eindruck. Man tritt in die Loge eben nicht ein, wie in einen x- beliebigen Verein, sondern als Freimaurer geht man ein möglichst bleibendes Verpflichtungsverhältnis auf hoher ethischer Ebene ein.

FREIMAUREREI UND GOTT: KEINE DOGMEN!                            (nach oben)

Die Freimaurerei zwingt keinem Bruder eine bestimmte Lehre auf. Jeder einzelne Bruder steht frei seinen Auslegungen der Symbole und Rituale gegenüber. Da es keine Dogmen gibt, kann man bei der Freimaurerei nicht von einer Kirche, Religion oder gar einer Sekte sprechen. Die Freimaurerei in Deutschland baut auf ein christliches Denken auf, wo eins gemeinsam ist: Wir haben einen Schöpfer über uns und wir haben unseren Nächsten an unserer Seite. Und genau hier beginnt die Arbeit der Freimaurer: mit Erkenntnissen, dass der Schöpfer größer als die Schöpfung ist und dass wir alle unseren Mitmenschen gegenüber eine Verpflichtung haben.

FREIMAUREREI IST EINE LEBENSEINSTELLUNG                       (nach oben)

Die Freimaurerei ist eine Richtung für das „rechte Leben". Und so einen Kurs kann nicht in einer Woche, einem Monat oder einem Jahr vollbracht werden. Die Lehre der Freimaurerei ist so umfassend und spricht den einzelnen Bruder so stark an, dass dieser sich sein ganzes Leben lang Gedanken darüber machen wird.

EIN SYMBOL KANN MEHR ALS TAUSEND WORTE SAGEN        (nach oben)

Der Gebrauch von Zeichen und Symbolen in der Freimaurerei ist sehr umfassend und einmalig. Das Wichtige ist das Erleben, die Auseinandersetzung mit der Symbolik und deren persönliche Interpretation. Ein Gemälde kann selbst nach langem Hinsehen, mit neuen Erlebnissen und Eindrücken überraschen. Auf die gleiche Art und Weise nutzen die Freimaurer ihre Zeichen, Symbole, Sinnbilder und Rituale. Erlebnisse, Inspirationen und Entwicklung in der Freimaurerei hängen von den individuellen Voraussetzungen des Bruders ab. Er gewinnt dabei das Vertrauen und die Unterstützung seiner neuen Brüder, die ihn mit der Aufnahme als gleichgestellten Bruder annehmen. Die Symbole, die er in der Loge antrifft, sind verschieden von Grad zu Grad. Der gemeinschaftliche Nenner ist deren Bezug zum täglichen Leben.

EIN ABEND IN „EINER ANDEREN WELT"                                    (nach oben)

Wenn die Türen zur Loge geschlossen werden, vergisst man für einige Zeit das, was die Freimaurerei als „äußere" Welt bezeichnet. Hier wird durch ein Ritual und durch die Bruderschaft eine spezielle, angenehme Atmosphäre geschaffen. Manchmal scheint es, als stände die Zeit still. Es werden u. a. Vorträge von Brüdern gehalten, die sich in ein bestimmtes maurerisches Thema eingearbeitet haben. Das Logenjahr beginnt im September und endet im Juni. Das Programm ist im „Arbeitsplan" vorher festgelegt, so dass alle Brüder informiert sind, an welchen Tagen Logenabende für die einzelnen Grade stattfinden.

Nach dem Abschluss der Logenarbeit versammeln sich die Brüder zum brüderlichen Beisammensein. Es besteht die Möglichkeit einen kleiner Imbiss einzunehmen. Dieser Teil des Logenabends ist genauso wichtig, wie der rituelle Teil. Hier wird vertieft, was man in der Loge erlebt hat - man tauscht sich aus und Freundschaften entstehen.

Unter Brüdern entstehen oft Bindungen, die aufgrund gleicher Vorstellungen und gleicher Ideale über normale Freundschaft weit hinausgehen. Die Zugehörigkeit zum Freimaurerorden öffnet neue Perspektiven und verhilft oft zu einem wesentlich bewußteren und erfüllteren Leben.

VIELE KOMMEN - OHNE ANWESENHEITSPFLICHT                     (nach oben)

Jeder Bruder bestimmt selbst, wie oft er seine eigene Loge oder andere Logen besucht. Aber eine fleißige Mitarbeit ist die Voraussetzung, um den „vollen Gewinn" aus der Freimaurerei zu ziehen. Die meisten Brüder versuchen, regelmäßig in die Loge zu kommen.

KEINE MITGLIEDSCHAFT IM TRADITIONELLEN SINNE              (nach oben)

Die Freimaurerei ist eine Lebenseinstellung, und man sagt JA zu dieser Einstellung, um in den Orden aufgenommen zu werden. Es geschieht normalerweise in einem Alter, wo man Familie und Beruf aufgebaut hat, und es geschieht aus freiem Willen. In dem Rückblick auf ein gelebtes Logenleben, stellt man fest, dass man möglichst jung einsteigen sollte, damit man von dem reichen Erfahrungsschatz noch mehr profitieren kann.

Freimaurerei, speziell die Ordensfreimaurerei, sollte ein Bund für das Leben sein. Es ist ein Bund, den man nicht so einfach auflöst. Natürlich steht es aber einem jeden frei, diese Verbindung auch aufzulösen, wie es bei anderen Vereinen üblich ist. Aber sinnvoll ist eine lebenslange Mitgliedschaft. Deshalb sollten Zweifelsfragen vor der Aufnahme, bzw. dem Eintritt, geklärt werden. Bei der Erörterung dieser Fragen, werden die Paten oder Bürgen gern mit Rat und Tat helfen.


                                            Das ist Freimaurerei!                      (nach oben)           

Daheim ist sie Güte.
Im Geschäft ist sie Ehrenhaftigkeit.
In der Gesellschaft ist sie Höflichkeit.
In der Arbeit ist sie Anständigkeit.
Für den Unglücklichen ist sie Mitleid.
Gegen das Unrecht ist sie Widerstand.
Für das Schwache ist sie Hilfe.
Dem Gesetze gegenüber ist sie Treue.
Gegen den Unrechttuenden ist sie Vergessen.
Gegenüber Andersdenkenden ist sie Toleranz.


Die Johannisloge "Friedrich Wilhelm zur Morgenröte"        (nach oben)
 

 

 

Kontakt                                                                                       (nach oben)

Freimaurer- Johannisloge

Friedrich Wilhelm zur Morgenröte

Gegründet 1855, Matrikel Nr. 104

Logenräume:
Ordenshaus, Peter-Lenné-Str. 1-3, 14195 Berlin
Tel.: (0 30) 8 31 18 77

Kontaktadresse:
Heiko Walther
Grässeweg 7d
13581 Berlin
Fax: 0 30 - 3 31 46 36
Mail:
dieloge@alice.de

 

 

   
 
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