INHALT
Lieber Leser
Die große Landesloge
Die schwedische Lehrart, das schwedische System
Ein
Orden
Freimaurer in Deutschland
Geschichtlicher Überblick
Freimaurerei und Öffentlichkeit
Verschwiegenheit = Geheimniskrämerei?
Mensch und Freimaurerei
Konflikte
Das tägliche Handeln
Der Brudername
Die Organisation
Der Suchende
Gästeabend
Der Bürge
Die Aufnahme
Freimaurerei und Gott: keine Dogmen!
Freimaurerei ist eine Lebenseinstellung
Ein Symbol kann mehr als tausend Worte sagen
Ein Abend "In einer anderen Welt"
Viele kommen - ohne Anwesenheitspflicht
Keine Mitgliedschaft im traditionellen Sinne
Das ist Freimaurerei
Die Johannisloge "Friedrich Wilhelm zur
Morgenröte"
Kontakt
•
LIEBER LESER
(nach oben)
Versuchen Sie einmal einem Blinden die Farben
zu erklären.
Genau vor dieser Schwierigkeit stehen wir,
wenn wir Ihnen mit Worten das näher bringen wollen, was für uns Brüder die
„Faszination Freimaurerei" ausmacht. Fragen Sie zwei von uns, werden Sie
sicherlich vier Antworten bekommen.
Oft geantwortet wird jedoch, dass das Erleben einer
herzlichen Gemeinschaft, scheinbar unterschiedlichster Menschen,
faszinierend ist. Bei
Erstellung dieser Seite war der jüngste Bruder unserer Loge 31, der
älteste 79 Jahr alt. Unter uns finden Sie Handwerker, Beamte, Kaufleute, Anwälte, Apotheker
und Unternehmer.
Die Brüder unterschiedlichster
Erfahrungswelten wären sich wohl ohne die Freimaurerei nie begegnet oder
miteinander ins Gespräch gekommen. Durch das gemeinsame Erleben der
Freimaurerei haben sie zueinander gefunden. Verständnis füreinander
entwickelt, Freundschaften geschlossen - über alle Grenzen hinweg!
Das ist uns mehr wert, als Geld und
Statussymbole. Sich selbst und anderes zu überwinden ist mit Sicherheit
eines der größten Erfolgserlebnisse.
Die beschriebene Gemeinschaft finden Brüder
jedoch nicht nur in ihrer Loge. Sie sind durch die Idee einer
weltumspannenden Gemeinschaft auch auf der ganzen Welt zu Hause.
Freimaurerei öffnet Horizonte, lehrt Toleranz und Kompromissfähigkeit,
kann Sie sogar zu einem zufriedeneren Menschen machen. Aber, wie gesagt,
das ist nur eine von vielen Meinungen. Fragen Sie uns am besten selbst.
Wir geben gerne Auskunft.
Im Gespräch werden Sie merken: Die
„Faszination Freimaurerei" beruht auf persönlichem Erleben - dieser
Text kann allenfalls allgemeine Fragen beantworten.
In diesem Sinne freuen wir uns jederzeit auf
Ihren Besuch bei einem unserer Gästeabende. Infos und Termine finden Sie
im Internet unter
www.friedrich-wilhelm-zur-morgenroete.de.
• DIE GROSSE LANDESLOGE
(nach oben)
Die Große Landesloge der Freimaurer von
Deutschland - Freimaurerorden - genannt, arbeitet im Verband der
Vereinigten Großlogen von Deutschland nach dem Schwedischen System. Nach
dieser Lehrart richten sich auch die Großlogen in Dänemark, Island,
Norwegen und Schweden.
•
DIE SCHWEDISCHE LEHRART, DAS SCHWEDISCHE
SYSTEM
(nach oben)
Die Besonderheit des Schwedischen Systems ist
die Verankerung in der Lehre Christi. In 10 Erkenntnisstufen wird dem
Bruder das System näher gebracht, erklärt und erläutert. Nach den drei
Johannisgraden baut sich eine mittlere Abteilung auf, die so genannte
Andreasloge mit ebenfalls drei Graden, dann folgt das Kapitel mit den vier
Kapitelgraden.
Die Lehrart erzieht die Mitglieder zu innerlich freien Menschen. Die
Rituale sind mit symbolischen Darstellungen durchsetzt. Christus wird als
„unsichtbarer Obermeister" angesehen, der die gesamte Ritterbruderschaft
in ihrer „Gotteskindschaft" vereinigt. Das System gründet sich auf die
reine Lehre Jesu, wie sie in den Evangelien dargeboten wird, so dass die
Bibel, die diese Bücher enthält, nicht bloßes Symbol der Religion, sondern
in Wirklichkeit „das größte aller freimaurerischen Lichter" ist.
• EIN ORDEN
(nach oben)
Die Große Landesloge der Freimaurer von
Deutschland verpflichtet ihre Mitglieder durch ein feierliches, für alle
Zeiten geleistetes Gelübde, ihr Leben nach bestimmten Regeln einzurichten.
Die Ordenslehre betont den Charakter eines christlichen Ritterordens,
geschlossen zur Ehre Gottes, zur eigenen Veredelung, zur Veredelung der
Brüder, zur Förderung der allgemeinen Liebe und zur Erhöhung der Würde und
des Wohles der Menschheit.
In einen Orden tritt man ein und bleibt normalerweise sein ganzes Leben
lang dabei. Die Lehre der Freimaurerei ist komplex, man kann sie nicht mit
einigen wenigen Besuchen erfahren und begreifen. Der Bruder wird Schritt
für Schritt durch Erlebnis und Unterweisung in die Königliche Kunst
eingeführt. Das ist ein Grund, warum die Freimaurerei in verschiedenen
Erkenntnisstufen (Grade) aufgeteilt ist.
Der Deutsche Freimaurerorden hat, wie bereits erwähnt, 10 Grade. Anders
ausgedrückt bedeutet es, dass die Freimaurerei ein Entwicklungs- und
Erkenntnisprozess mit 10 Stufen ist. Vor jeder neuen Erkenntnisstufe steht
eine Prüfung, ob die bisher vermittelten Kenntnisse aufgenommen und
verstanden wurden. Es ist wichtig, dass der Bruder sich in seinem Grad
sicher fühlt, bevor er neue Erkenntnisse anstrebt.
•
FREIMAURER IN
DEUTSCHLAND
(nach oben)
Der Dachverband der deutschen Freimaurerei
sind die Vereinigten Großlogen in Deutschland (VGL). In ihr haben sich die
fünf in Deutschland arbeitenden Großlogen zusammengeschlossen. Diese
bestehen aus
-
Die Große Landesloge der Freimaurer von
Deutschland, auch Freimaurerorden genannt (GLLFvD)
-
Die Große Nationale Mutterloge zu den drei
Weltkugeln
-
American Canadian Grand Lodge (A.F. & A.M.)
-
Die Großloge der Alten Freien und
Angenommenen Maurer von Deutschland (A.F.u.A.M.)
-
The Grand Lodge of British Freemasons in
Germany
In diesen Logen haben sich Menschen
zusammengeschlossen, die aufgrund ihrer gemeinsamen Interessen und
Ansichten sich verbunden haben, um das zu pflegen, was sie als wichtig und
wertvoll empfinden. So war es früher und wird es auch in Zukunft in noch
größerem Ausmaß sein. Die zum Teil fehlende Perspektive in Bezug auf
innere Werte im profanen Leben, wird Interessierte vermehrt zur
Freimaurerei führen. In ihr schließen sich Männer zusammen, die
Gemeinsamkeiten in verschiedenen Anschauungen haben und ein gleiches Ziel
anstreben.
•
GESCHICHTLICHER
ÜBERBLICK
(nach oben)
Die Wurzeln der Freimaurerei gehen zurück bis
ins Mittelalter. Sie entstand aus der Zunft der Dombaumeister, die durch
die Lande reisten und dort eine große Anzahl von imponierenden Dombauten
und Kathedralen errichteten. Da es sich hierbei um herumreisende
Steinmetze, bzw. Bauleute handelte, konnten sie sich nicht in einer
ortsansässigen Handwerksinnung organisieren. Daher gründeten sie ihre
eigene „Innung", deren Sitz die Bauhütte (Loge) war. Dieser Innung
gehörten die Baumeister ihr ganzes Leben an, es wurden Lehrlinge
aufgenommen, aus diesen Lehrlingen wurden dann Gesellen und später Meister
Die Bauleute dieser Zunft waren „freizügig",
konnten also frei durch die Lande ziehen und ihren Arbeitsplatz selbst
wählen. Dabei unterlagen sie in den Bauhütten einer eigenen
Rechtsprechung.
Um nun den Grad der beruflichen Fähigkeiten am
Bau in allen Bauhütten gleich prüfen zu können, gab es besondere geheime
Erkennungszeichen der Lehrlinge, Gesellen und Meister, die auch heute noch
in der Freimaurerei Gültigkeit haben.
In diesen Dombauhütten arbeiteten Architekten
und Handwerker zusammen mit dem Klerus. Dadurch erhielten die Symbole,
rituellen Handlungen und Zeremonien eine feierliche Prägung. Auf der
Baustelle arbeiteten die Menschen an der Errichtung einer Kathedrale oder
eines Doms für die Durchführung des Gottesdienstes. In ihren Bauhütten
arbeiteten sie symbolisch an der Errichtung des „inneren Tempels" zur Ehre
Gottes und der Menschen.
So wurde der konkrete Bau auch mit dem Aufbau
des Inneren des Menschen verglichen. „Lasst uns vorstellen, es soll eine
Kirche gebaut werden und es wird gewünscht, dass diese aus Natursteinen
gebaut werde. Dann muss doch zuerst der Stein bearbeitet werden, damit er
in das Bauwerk passt. Kanten und Unregelmäßigkeiten müssen bearbeitet
werden. Man benutzt einen Winkel, um zu prüfen, ob der Stein rechtwinkelig
ist. Man kann eine Wasserwaage benutzen, um zu prüfen, ob der Boden, auf
dem gebaut werden soll, auch waagerecht ist. Man kann ein Lot benutzen, um
zu prüfen, ob der Bau auch senkrecht ist. Man benötigt ein Reißbrett, um
die Grundrisse und andere Details des Baus zu zeichnen. Für alle denkbaren
Arbeiten benötigt man Werkzeuge, wie zum Beispiel Hammer, Kelle, Zirkel,
Winkel usw. Und diese Werkzeuge müssen dann auch umsichtig und intensiv
benutzt werden. Wenn die Arbeit erfolgreich sein soll, dann müssen die
Vernunft, das Wissen und auch das Gewissen miteinbezogen werden."
Aber genauso wie diese Werkzeuge handwerklich
betrachtet werden, kann man sie auch sinnbildlich verwenden. Der Tempel,
den wir erbauen wollen, ist der Tempel des Herzens. Die symbolisch
eingesetzten geistigen Werkzeuge hat man als Mensch, man muss sie nur
richtig benutzen. Hierbei gewinnt man häufig eine neue, andere Einstellung
zum Leben und eine klarere Sicht der Dinge. Die Suche nach Werten ist
gerade in unserer vorwiegend materialistisch ausgerichteten Welt von
großer Bedeutung.
Die erste Großloge wurde 1717 in London durch
die Zusammenlegung von vier kleineren Logen gegründet. Von England
breitete sich diese Bewegung dann auch sehr schnell auf das Festland aus.
Schon 1737 wurde die erste Freimaurerloge „Absalom zu den drei Nessel" in
Hamburg gegründet. Auch die Tatsache, dass viele Landesfürsten und ein
großer Anteil des Adels dem Orden beitraten, führte zu einer raschen
Ausbreitung auch in Deutschland.
Gerade der Teil des Volkes, dem der Schutz
seiner Untertanen anvertraut war, sah in den Idealen des Freimaurerordens
eine große Stütze in der Erfüllung seiner Pflichten. So entstanden in
Deutschland verschiedene Großlogen. 1740 die „Große Nationale Mutterloge
zu den drei Weltkugeln", 1770 die „Große Landesloge der Freimaurer von
Deutschland" - Freimaurerorden genannt -und 1798 die Großloge „Royal Yorck
zur Freundschaft".
Seit 1872 ging es dann darum, diese Großlogen
miteinander zu vereinigen, was schließlich mit der Gründung des
Großlogenbundes gelang. Aber erst 1958 wurde dieses Einigungswerk durch
die Gründung der „Vereinigten Großlogen, Bruderschaft der deutschen
Freimaurer", abgeschlossen.
•
FREIMAUREREI UND
ÖFFENTLICHKEIT
(nach oben)
Noch bis vor wenigen Jahren war es still um
die Freimaurerei. Es wurde nicht über SIE geredet. Viele Brüder hielten
ihre Mitgliedschaft geheim. Jeder, der sich für die Freimaurerei
interessierte, musste mühsam nach Unterlagen suchen. Aus diesem Grunde
wurde die Freimaurerei häufig mit Geheimniskrämerei in Verbindung
gebracht. Auch erzählte man dubiose Geschichten über sie.
Heute sieht es anders aus. Sowohl der Orden,
als auch die Brüder sind jederzeit bereit, über die Ideen und Ziele der
Freimaurerei zu informieren. Jeder hat die Möglichkeit, sich z. B. über
das Internet über die Grundzüge zu informieren.
In den einzelnen Logen finden regelmäßig
Informationsabende statt, bei denen sich jeder Interessierte umfassend
informieren kann. Dieses kann in großer Runde oder in Einzelgesprächen mit
Brüdern stattfinden. Auch die Lebenspartnerin sollte in diese
Informationsgespräche mit eingebunden werden. Sie sollte mit der Aufnahme
des Partners einverstanden sein und möglichst auch die freimaurischen
Ideen mit tragen wollen.
•
VERSCHWIEGENHEIT =
GEHEIMNISKRÄMEREI?
(nach oben)
Wenn auch heute noch teilweise den Freimaurern
Geheimniskrämerei vorgeworfen wird, so beruht es darauf, dass die Rituale,
d.h. die Art und Weise, wie eine Logenarbeit abläuft, geheim gehalten
wird. Dies hat aber nichts mit Geheimniskrämerei zu tun, sondern ist
lediglich eine Verschwiegenheit Nichtfreimaurern gegenüber. Der Grund
dafür liegt darin, dass das „freimaurische Geheimnis" auf Erlebnissen
beruht, Erlebnisse, die von unzähligen Eindrücken, Nuancen, Reaktionen und
Hinweisen geprägt sind. Diese sind von Person zu Person verschieden,
beruhen aber immer auf selbst Erlebtem.
Daher kann dieses Erlebnis nicht durch reine
Worte ersetzt werden, sie würden sogar das Erleben stören oder von
vornherein in eine bestimmte Richtung lenken. Damit würde aber jedem, der
in die Loge aufgenommen (oder in einen höheren Grad befördert) wird, eine
ganz entscheidende Sache vorweg genommen, nämlich das eigene Erleben. Dies
ist eine Erfahrung, die auch über das ganze Leben andauert und immer
wieder neue Eindrücke freisetzt. Auch die Symbolik in ihrer Vielfalt ist
ein ganz besonderes Erlebnis und führt erst durch das Erleben zur
persönlichen Deutung, zum Auseinandersetzen des Erlebten in Verbindung mit
der eigenen Person. Fazit: Geheimniskrämerei ist eine negative Handlung,
Verschwiegenheit eine Tugend.
•
MENSCH UND
FREIMAUREREI
(nach oben)
Das eigentliche Objekt der Freimaurerei ist
der einzelne Mensch, der durch permanente Aufklärung in einer brüderlichen
Gemeinschaft dazu befähigt werden soll, sich und seine Mitmenschen,
ungeachtet aller Gegensätze, als ein wertvolles Ganzes zu identifizieren.
Freimaurerei ist das stete Bemühen, sich sittlich zu vervollkommnen und
verweist unter anderem auf Freiheit, Toleranz und Brüderlichkeit. Dieses
Bemühen gilt es ständig neu zu definieren und aus eigenem Entschluss im
täglichen Leben zu praktizieren.
• KONFLIKTE
(nach oben)
Freimaurerei setzt voraus, dass Konflikte
zwischen Menschen und Menschengruppen unvermeidlich sind, zeigt aber
zugleich die Grenzen auf, in denen die Konflikte ausgetragen werden
können, ohne dem Ganzen zu schaden. Jeder Freimaurer muss seine
persönlichen religiösen und politischen Überzeugungen vor der Logentür
zurücklassen. Auf diese Weise hat es der Mensch in der Freimaurerloge mit
nichts anderem, als nur mit seinem Mitmenschen zu tun. Vom Mitmenschen
fallen im Bruderkreis alle die Dinge ab, die im profanen Leben oftmals
zuviel Gültigkeit besitzen, nämlich Rang, Stellung, Besitz und
Auszeichnungen. Allein die Lebenshaltung ist entscheidend. Nicht, was
einer tut, zeichnet ihn aus, sondern wie er es tut.
•
DAS TÄGLICHE HANDELN
(nach oben)
Das geschärfte Vermögen, zwischen Menschen und
Sache zu unterscheiden, und die rational wie emotional geförderte
Einsicht, dass im Zweifelsfalle erst der Mensch und dann die Sache kommen
müsse, werden den Freimaurer auch im täglichen Leben entsprechend handeln
lassen. Er weicht Konflikten nicht aus, sondern trägt sie angemessen aus,
auf die Sache konzentriert, ohne den Menschen in seiner Integrität
verletzen zu wollen. Wer gelernt hat, den Mitmenschen zu achten und selbst
konträrste Ansichten teilnehmend anzuhören, der wird auch außerhalb der
Loge sein Reden und Handeln an diesen Regeln und an dieser Gesinnung
ausrichten.
Zum Zeichen der innigen Verbundenheit nennen
die Freimaurer einander Brüder. Der größte Vorwurf ist der des
unbrüderlichen Verhaltens. Der Brudername ist der allgemeinste und
zugleich höchste Ehrentitel in unserem Bund, er betont den Gleichheits-
und Freiheitscharakter. Die Freiheit des Freimaurers basiert auf
Erkenntnis und Wissen. Daher lehnt er jeden Dogmenzwang ab und findet den
Begriff seiner Freiheit eingeschlossen in den Worten von der
Glaubensfreiheit und Gewissensfreiheit, die er für sich beansprucht und
die er anderen gegenüber nach dem Grundgesetz der Toleranzidee zu üben
verpflichtet ist. Wer seine Schranken kennt, der ist der Freie.
•
DER BRUDERNAME
(nach oben)
Die Idee der Freimaurerei ist international.
Sie geht davon aus, dass der Brudergedanke auf Menschen unterschiedlicher
Hautfarbe, Religion und Nation zu übertragen wäre und bildet in diesem
Sinne eine Weltbruderkette. In der ganzen Welt gibt es mehr als sechs
Millionen Freimaurer, die mit brüderlicher Liebe und Engagement an sich
selbst und an der brüderlichen, freiheitlichen und völkerverbindenden Idee
der Freimaurerei arbeiten.
•
DIE ORGANISATION
(nach oben)
Die Freimaurerlogen sind in Organisation und
Arbeit demokratisch. Alles was eine Loge tut, wird von der Gemeinschaft
der Brüder getragen. Alle Mitglieder einer Loge sind gleich und frei, es
gibt Abstimmungen, Mehrheitsentscheidungen und Wahlen. Dieses
demokratische Selbstverständnis wirkt nach außen und daher ist
folgerichtig die Freimaurerei in Diktaturen und totalitären Staaten
verboten. Listet man die Länder auf, wo Freimaurerei verboten und erlaubt
ist, erhält man als Resultat ein Spiegelbild der großen politischen und
gesellschaftlichen Machtstrukturen unserer Zeit.
•
DER SUCHENDE
(nach oben)
Freimaurer bezeichnen diejenigen, die sich
ihnen anzuschließen wünschen, als "Suchende", das heißt, dass die
Betreffenden für sich und ihr Leben mehr suchen, als das bisherige Leben
zu bieten vermochte.
•
GÄSTEABEND
(nach oben)
Hat ein erster Kontakt stattgefunden, wird die
betreffende Loge zu einem unverbindlichen Gästeabend einladen, oder zu
einer privaten Begegnung. Diese erste Begegnung wird im Rahmen eines
Gespräches verlaufen, in dem die Partner einander kennen lernen. Der
Interessierte kann darum bitten, mehrmals zu einem solchen Gespräch oder
Gästeabend eingeladen zu werden. Hat er sich alles ganz anders vorgestellt
und will daher von einer Mitgliedschaft absehen, dann teilt er dieses der
Loge mit. Er wird dann künftig nicht mehr eingeladen.
• DER BÜRGE
(nach oben)
Will man in eine Loge aufgenommen werden, so
benötigt man aus dem Bruderkreise einen „Bürgen". Der Bürge wird sich um
die Formalitäten des Aufnahmegesuchs kümmern. Der künftige Freimaurer hat
Gelegenheit, seinen Bürgen über all das zu befragen, was ihm unklar ist.
Nur über den rituellen Ablauf der Aufnahmehandlung wird der Bürge keine
Auskunft geben, denn diese ist so eindrucksvoll, dass es nicht gut, ja,
schade wäre, etwas vorwegzunehmen.
•
DIE AUFNAHME
(nach oben)
Die feierliche Aufnahme hinterlässt bei jedem,
der sie einmal erlebt hat, einen bleibenden unauslöschlichen Eindruck. Man
tritt in die Loge eben nicht ein, wie in einen x- beliebigen Verein,
sondern als Freimaurer geht man ein möglichst bleibendes
Verpflichtungsverhältnis auf hoher ethischer Ebene ein.
•
FREIMAUREREI UND
GOTT: KEINE DOGMEN!
(nach oben)
Die Freimaurerei zwingt keinem Bruder eine
bestimmte Lehre auf. Jeder einzelne Bruder steht frei seinen Auslegungen
der Symbole und Rituale gegenüber. Da es keine Dogmen gibt, kann man bei
der Freimaurerei nicht von einer Kirche, Religion oder gar einer Sekte
sprechen. Die Freimaurerei in Deutschland baut auf ein christliches Denken
auf, wo eins gemeinsam ist: Wir haben einen Schöpfer über uns und wir
haben unseren Nächsten an unserer Seite. Und genau hier beginnt die Arbeit
der Freimaurer: mit Erkenntnissen, dass der Schöpfer größer als die
Schöpfung ist und dass wir alle unseren Mitmenschen gegenüber eine
Verpflichtung haben.
•
FREIMAUREREI IST
EINE LEBENSEINSTELLUNG
(nach oben)
Die Freimaurerei ist eine Richtung für das
„rechte Leben". Und so einen Kurs kann nicht in einer Woche, einem Monat
oder einem Jahr vollbracht werden. Die Lehre der Freimaurerei ist so
umfassend und spricht den einzelnen Bruder so stark an, dass dieser sich
sein ganzes Leben lang Gedanken darüber machen wird.
•
EIN SYMBOL KANN MEHR
ALS TAUSEND WORTE SAGEN
(nach oben)
Der Gebrauch von Zeichen und Symbolen in der
Freimaurerei ist sehr umfassend und einmalig. Das Wichtige ist das
Erleben, die Auseinandersetzung mit der Symbolik und deren persönliche
Interpretation. Ein Gemälde kann selbst nach langem Hinsehen, mit neuen
Erlebnissen und Eindrücken überraschen. Auf die gleiche Art und Weise
nutzen die Freimaurer ihre Zeichen, Symbole, Sinnbilder und Rituale.
Erlebnisse, Inspirationen und Entwicklung in der Freimaurerei hängen von
den individuellen Voraussetzungen des Bruders ab. Er gewinnt dabei das
Vertrauen und die Unterstützung seiner neuen Brüder, die ihn mit der
Aufnahme als gleichgestellten Bruder annehmen. Die Symbole, die er in der
Loge antrifft, sind verschieden von Grad zu Grad. Der gemeinschaftliche
Nenner ist deren Bezug zum täglichen Leben.
•
EIN ABEND IN „EINER
ANDEREN WELT"
(nach oben)
Wenn die Türen zur Loge geschlossen werden,
vergisst man für einige Zeit das, was die Freimaurerei als „äußere" Welt bezeichnet. Hier wird durch ein Ritual und
durch die Bruderschaft eine spezielle, angenehme Atmosphäre geschaffen.
Manchmal scheint es, als stände die Zeit still. Es werden u. a. Vorträge
von Brüdern gehalten, die sich in ein bestimmtes maurerisches Thema
eingearbeitet haben. Das Logenjahr beginnt im September und endet im Juni.
Das Programm ist im „Arbeitsplan" vorher festgelegt, so dass alle Brüder
informiert sind, an welchen Tagen Logenabende für die einzelnen Grade
stattfinden.
Nach dem Abschluss der Logenarbeit versammeln
sich die Brüder zum brüderlichen Beisammensein. Es besteht die Möglichkeit einen kleiner Imbiss
einzunehmen.
Dieser Teil des Logenabends ist genauso wichtig, wie der rituelle Teil.
Hier wird vertieft, was man in der Loge erlebt hat - man tauscht sich aus
und Freundschaften entstehen.
Unter Brüdern entstehen oft Bindungen, die
aufgrund gleicher Vorstellungen und gleicher Ideale über normale
Freundschaft weit hinausgehen. Die Zugehörigkeit zum Freimaurerorden
öffnet neue Perspektiven und verhilft oft zu einem wesentlich bewußteren
und erfüllteren Leben.
•
VIELE KOMMEN - OHNE
ANWESENHEITSPFLICHT
(nach oben)
Jeder Bruder bestimmt selbst, wie oft er seine
eigene Loge oder andere Logen besucht. Aber eine fleißige Mitarbeit ist
die Voraussetzung, um den „vollen Gewinn" aus der Freimaurerei zu ziehen.
Die meisten Brüder versuchen, regelmäßig in die Loge zu kommen.
•
KEINE MITGLIEDSCHAFT
IM TRADITIONELLEN SINNE
(nach oben)
Die Freimaurerei ist eine Lebenseinstellung,
und man sagt JA zu dieser Einstellung, um in den Orden aufgenommen zu
werden. Es geschieht normalerweise in einem Alter, wo man Familie und
Beruf aufgebaut hat, und es geschieht aus freiem Willen. In dem Rückblick
auf ein gelebtes Logenleben, stellt man fest, dass man möglichst jung
einsteigen sollte, damit man von dem reichen Erfahrungsschatz noch mehr
profitieren kann.
Freimaurerei, speziell die Ordensfreimaurerei,
sollte ein Bund für das Leben sein. Es ist ein Bund, den man nicht so
einfach auflöst. Natürlich steht es aber einem jeden frei, diese
Verbindung auch aufzulösen, wie es bei anderen Vereinen üblich ist. Aber
sinnvoll ist eine lebenslange Mitgliedschaft. Deshalb sollten
Zweifelsfragen vor der Aufnahme, bzw. dem Eintritt, geklärt werden. Bei
der Erörterung dieser Fragen, werden die Paten oder Bürgen gern mit Rat
und Tat helfen.
Das ist Freimaurerei!
(nach oben)
Daheim ist sie Güte.
Im Geschäft ist sie Ehrenhaftigkeit.
In der Gesellschaft ist sie Höflichkeit.
In der Arbeit ist sie Anständigkeit.
Für den Unglücklichen ist sie Mitleid.
Gegen das Unrecht ist sie Widerstand.
Für das Schwache ist sie Hilfe.
Dem Gesetze gegenüber ist sie Treue.
Gegen den Unrechttuenden ist sie Vergessen.
Gegenüber Andersdenkenden ist sie Toleranz.
Die Johannisloge "Friedrich
Wilhelm zur Morgenröte"
(nach oben)
•
Kontakt
(nach oben)
Freimaurer- Johannisloge
Friedrich Wilhelm zur
Morgenröte
Gegründet 1855, Matrikel Nr. 104
Logenräume:
Ordenshaus, Peter-Lenné-Str. 1-3, 14195 Berlin
Tel.: (0 30) 8 31 18 77
Kontaktadresse:
Heiko Walther
Grässeweg 7d
13581 Berlin
Fax: 0 30 - 3 31 46 36
Mail:
dieloge@alice.de